Breezy Rodio (USA)

Breezy Rodio (USA)

Gemessen an Standards, hat Breezy Rodios Blues-Odyssee einige Meilen mehr zurückgelegt als die der meisten aufstrebenden Musiker, die jetzt auf dem Chicagoer Circuit unterwegs sind. Im Jahr 2007 trat Rodio der Band des Gitarristen Linsey Alexander bei, die von seinen vielen treuen Fans als „The Hoochie Man“ bekannt ist.

Breezy avancierte bald zu einer Bandleader-Rolle in Alexanders Outfit, dem Gitarristen, der an seiner 2010er CD If You Ain't Got It sowie an Linseys beiden gefeierten Delmark-Alben, 2012's Been There Done That und seiner letzten Veröffentlichung im Jahr 2014, Come Back Baby, beteiligt war.

Aber Rodio fand auch Zeit, sein eigenes Ding zu machen und sein Debütalbum Playing My Game Too von 2011 mit einer herausragenden Nebenbesetzung zu veröffentlichen, zu der die Gastgitarristen Lurrie Bell, Rockin’ Johnny Burgin und Dave Herrero sowie der Bassist Bob Stroger zusammen mit Alexander und Guy King gehörten. 2015 veröffentlicht Breezy sein zweites Album „So Close to It“. Das Album erhielt sehr positive Kritiken aus allen Ecken der Welt. Es erreichte landesweit den zweiten Platz in der Kategorie Chicago Blues im Roots Music Report, der Nummer eins der unabhängigen Musikcharts der Welt.

Auf „So Close To It“ bekräftigt Breezy seine knackige, klare Beherrschung der elektrischen Bluesgitarre, zeigt ein ausgeprägtes Gespür für Tradition und beweist sich auch als überzeugender Sänger. Er hat einen weiteren Kader von Chicagos Top-Blues-Koryphäen eingeladen, sich ihm anzuschließen, angeführt von dem außergewöhnlichen Mundharmonika Spieler Billy Branch, dem glühenden Gitarristen Lurrie Bell und dem Pianisten Ariyo. Auch Hammond B3-Meister Chris Foreman ist mit an Bord, zusammen mit den Jazz-Standbeinen Art Davis und Bill Overton an Trompete bzw. Saxophon. Er tourte zweimal durch Japan, spielte auf Clubs und Festivals, unternahm dann drei Tourneen durch Südamerika, zwei Tourneen durch Europa sowie Ausflüge nach Kanada und Mexiko.

Seine neueste CD „Sometimes the Blues got me“ glänzt durchweg mit klaren Gitarrenlinien, meisterhaft gespielt und mit üppigen, reich geschichteten Arrangements, in denen Hörner an die frühen Orchestrierungen von T-Bone Walker und B.B. King erinnern. Mit Balladen und Funk zeigt der hart arbeitende, ehrgeizige Breezy Rodio seine Beherrschung der Gitarre und spannt dabei die Bandbreite seiner Interessen, vom Jump Blues der 1940er Jahre bis zum funkigen Urban Blues von heute. Es scheint, dass "The Blues" Breezy Rodio mehr als nur "manchmal" hat. Es hat ihn gut gemacht.